Buch Review – Ka Hancocks „Tanz auf Glas“

Ka Hancock – „Tanz auf Glas“

Autor: Ka Hancock
Titel: Tanz auf Glas
Seiten: 528
Erscheinungsdatum: 02.09.2013
Sprache: deutsch
ISBN: 978-3-426-65322-7

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„Lucy, jede Ehe ist ein Tanz – mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen. Das wird weh tun. Und entweder fliehen Sie vor diesem Schmerz, oder sie halten sich noch besser fest und tanzen weiter, bis Sie wieder Parkett unter den Füßen haben.“

Klappentext:

Vielleicht hätten Lucy Houston und Mickey Chandler sich nie verlieben dürfen. Und erst recht nicht heiraten. Denn beide haben ein schweres Schicksal zu tragen. Doch die Liebe geht ihre eigenen Wege, und so führen Lucy und Mickey eine ungewöhnliche, aber glückliche Ehe. Als ihr Leben eine dramatische Wendung nimmt, wird die Kraft ihrer Gefühle einer harten Prüfung unterzogen.

Cover:

Meine erster Eindruck vom Buch war die Leseprobe auf vorablesen.de und das Cover. Und was das angeht, bin ich doch recht oberflächlich. Denn meistens lese ich nur Bücher, die mich vom Cover her ansprechen. Welche Erwartungen wurden durch das Cover bei mir erzeugt? Romantische Liebesgeschichte. Ich finde das Cover sehr ansprchend. Eine Frau, die sich an ihrem Mann lehnt. Ein Mann, der seine Frau stützt.

Kritik:

Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, wusste ich, dass Lucy schon mal an Brustkrebs erkrankt war und dass Mickey zur Zeit im Krankenhaus ist. Viel mehr hat man nicht erfahren. Zusammen mit dem Cover war ich doch sehr gespannt auf das Buch. Doch meine Erwartungen waren da ganz andere. Sicher hab ich mit einem Schicksalsschlag gerechnet, doch irgendwie hatte ich mit einer Liebesgeschichte gerechnet. Und das war sie auch. Doch viel trauriger und berührender als ich dachte. Es tut mir Leid, aber bei dieser Rezension muss ich ein wenig spoilern, da sie mich selbst zur Zeit auf ganz persönliche Weise berührt hat.
Im Klappentext ist von einer Probe für die Protagonisten die Rede. Und schnell erfahren wir, dass dieses Paar etwas Besonderes ist. Beide haben ihr Päckchen zu tragen. Mickey ist manisch-depressiv und Lucy hat ihre Krebserkrankung hinter sich, an der auch schon ihre Mutter und Großmutter gestorben sind. Aus gutem Grund hatten sich die beiden deshalb gegen Kinder entschieden. Doch so Gott wollte, sind sie just im Moment, wo wir in die Geschichte einsteigen, doch schwanger geworden. Das größte Wunder überhaupt. Beide sind natürlich himmelhochjauchzend. Doch dann kommt die eigentliche Probe: Lucy erkrankt erneut an Krebs. Dieses Mal schlimmer mit schlechter Prognose. Und sie entscheidet sich für das Kind. Warum mich das selbst so mitgenommen hat? Ich selbst bin momentan im 9. Monat schwanger. Und obwohl ich mit dieser Wendung spätestens nach Erfahren der Schwangerschaft gerechnet hatte, hab ich Rotz und Wasser geheult. Gut wir Schwangeren sind auch näher am Wasser gegebaut. Doch dennoch hat Ka Hancock eine ganz sensible und einfühlsame Art uns dieses Schicksal näher zu bringen. Ein besonderer Stil ist die Erzählweise aus zwei Sichten. Haupterzähler ist Lucy. Doch durch Tagebucheinträge am Anfang der Kapitel wird uns Mickeys Sicht der Dinge ebenfalls erföffnet. So kann man sich in beide gut hineinversetzen, was die Sache nur noch emotionaler machte. Mich hat die Geschichte kalt erwischt. Manche vergleichen sie mit „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Doch die einzige Gmeinsamkeit ist das Krebsthema. Ich fand „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ auch noch einen Tick besser. Das war die Sprache noch ein bisschen emotionaler und stilistisch ansprechender. Außerdem war die Protagonistin ein Kind, was das Ganze noch tragischer machte. Zumal es in diesem Buch zumindest einen Hoffnungsschimmer gibt, in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist das Ende einfach nur endgültig traurig.
Die Charaktere, auch die Nebenrollen, sind liebevoll gestaltet. Alle sind einem sehr sympathisch und man kann sich in alle gut hineinversetzen. Ich kam mir vor wie ein Nachbar von Mickey und Lucy, der aus erster Hand von ihrem Schicksal erfahren hat. Ganz besodners ist auch die Figur des Mickey. Seine innere Zerrissenheit und Stärke war einfach berührend. Doch Lucy hat er erkannt, dass er unter seiner Krankheit ein ganz besonderer Mann ist.

Fazit:

Sicher keine ganz neue Idee. Doch die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Geschichte sehr emotional rübergebracht. Man möchte das Buch nicht mehr weglegen. Taschentücher muss man sich bereit legen. Eine absolute Leseempfehlung.

8 von 10 Punkten

3 Gedanken zu „Buch Review – Ka Hancocks „Tanz auf Glas“

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