Buch Review – Jojo Moyes‘ „Me Before You“

Jojo Moyes – „Me Before You“

Autor: Jojo Moyes
Titel: Me Before You
Reihe: Me Before You Teil 1 von 2
Seiten: 496
Erscheinungsdatum: 27.12.2011
Sprache: englisch
ISBN: 9780718157838
Teil 2: After You

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„You only get one life. It’s actually your duty to live it as fully as possible.“

„I can’t do this because I can’t…I can’t be the man I want to be with you. And that means that this – this just becomes…another reminder of what I am not.“

 

Klappentext:

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

(deutsche Ausgabe „Ein ganzes halbes Jahr“ Rowohlt Bücher)

Cover:

Fällt euch was auf. Also ich finde diese zwei Cover sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Also bin ich davon ausgegangen „The Girl You Left Behind“ ist die englische Originalausgabe von „Ein ganzes halbes Jahr“. Doch von diesem Buch gibt es noch keine deutsche Ausgabe. Nachdem ich das erste Kapitel gelesen hatte, war ich irritiert. Andere Zeit. Kein Will, keine Louisa. Und dann bemerkte ich den Fehler. Beide Cover unterscheiden sich nur durch das Mädchen. Auf dem einen sitzt sie und auf dem anderen steht sie und hält einen Vogel. Genau das Mädchen ist auch auf „Me Before You“. Naja, also dann das richtige Buch auch noch gekauft :). Ansonsten gibt es über das Cover nicht viel zu sagen. Zur Geschichte passt es. Es zeigt Louisa, die sich von ihrem alten Leben/der Tristesse befreit.

Kritik:

Es fiel mir schwer eine Punktzahl und ein abschließendes Urteil über dieses Buch zu fällen. Einerseits hatte ich große Erwartungen nach all den guten Rezensionen. Das Ende hat mich zu Tränen gerührt. Also kann das Buch doch nicht schlecht gewesen sein, oder? Schlecht war es ja auch irgendwie nicht, doch zu den Begeisterungsstürmen anderer Blogger kann ich mich nicht durchringen.
Lou stammt aus ärmlichen Verhältnissen und trifft als Fürsorgerin auf den reichen Will, der durch einen Unfall tetraplegisch ist. Sie wird für 6 Monate angestellt, danach will Will sich das Leben nehmen, da er so nicht weiterleben will. Lou und Will als Personen sind mir beide sympathisch. Der Vergleich aus Mischung zwischen „Ziemlich beste Freunde“ und „My Fair Lady“ scheint ganz passend. Und so ist die Geschichte nett zu lesen, unterhaltsam und kurzweilig. Auch das Thema Euthanasie und die Frage „Ist solch ein Leben lebenswert?“ sind gute Ansätze. Doch genau da hätte ich noch mehr Tiefgang erwartet. Irgendwie bleibt trotz größter Bemühungen dieser Teil doch sehr oberflächlich. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen: Dürfen wir das überhaupt? Ja dürfen wir das denn? Doch es wird nicht wirklich darauf eingegangen. Die Liebesgeschichte ist sehr vorhersehbar. Es scheint alles inszeniert, um den Leser auch wirklich zum Ende zum Heulen zu bringen. Das wurde auch „The Fault in Our Stars“ angekreidet und dem Buch hab ich die volle Punktzahl gegeben. Ich hab dieses aber auch verschlungen.
Die englische Sprache ist auch mit Schulenglisch gut zu verstehen. Und da ist auch der Knackpunkt. Es ist ein Buch für Erwachsene, die Sprache bleibt aber recht einfach.
Einzig das Lou dazu inspiriert wurde aus ihrer kleinen begrenzten Welt auszubrechen, fand ich irgendwie positiv und überzeugend. Diese Beziehung zwischen Will und Lou, die Lou antreibt mehr zu wollen. Das war schön geschrieben, ein bisschen kitschig, aber irgendwie dadurch schon wieder gut. Nutze dein Leben, hat Will irgendwo gesagt. Das ist es, was wirklich zählt. Und er muss es ja wissen. Schließlich weiß er, wie schnell es vorbei sein kann.

Fazit:

Kurzweilig, aber lange nicht so besonders wie ich dachte. Einmal Lesen ohne Anspruch kann man es. Wenn man es nicht liest, hat man auch nichts verpasst. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was mich hier gestört hat, aber dieses Buch wird mir nicht in Erinnerung bleiben. Es ist nicht schlecht und sicher wert, einmal am Strand oder auf dem Balkon gelesen zu werden. Aber es bleibt durchschnittlich

6 von 10 Punkten

4 Gedanken zu „Buch Review – Jojo Moyes‘ „Me Before You“

  1. Pingback: Buch Review Jojo Moyes’ “The One Plus One” – Gefühls-Karussell | Bücher, Musik und Film – Was das Herz begehrt

  2. Hallo,
    Ich hab das Buch auch gelesen und hab es mit 3/5 Sternen bewertet. Ich finde deine Rezension sehr schön geschrieben und ich verstehe was du meinst. Ich hatte mehr Probleme mit der Protagonistin Lou, da sie so unreif für ihr Alter war und manchmal sehr naiv. Ich habe aber am Ende genauso ein paar Tränen vergoßen wie du, aber so toll war es dann eigentlich auch nicht. Ich kann dir nur zustimmen. 🙂
    Lg Sarah (https://buechermops.wordpress.com/)

  3. Pingback: Buch Review – Jojo Moyes‘ „After You“ (#2 Me Before You) – ein guter Abschluss… | Bücher, Musik und Film – Was das Herz begehrt

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