Film Review – Sarah Polleys „Take This Waltz“

Sarah Polley – „Take This Waltz“

Titel: Take This Waltz
Regisseur: Sarah Polley
Darsteller: Michelle Williams, Seth Rogen, Sarah Silverman
Genre: Drama
Länge: 116 Minuten
FSK: 12 Jahre
Kinostart: 02.03.2013

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„Margot: I’d like to make a date to kiss you.
Daniel: Well… my schedule’s fairly flexible.
Margot: Is it flexible in 30 years?
Daniel: 30 years?
Margot: I’d like to see you at the lighthouse in Louisbourg. I’d like to meet you there. I’ll be 58, I don’t know how old you’ll be…
Daniel: I’ll be 59.
Margot: I’d like to see you there, on this date, at… 2PM. Eastern Standard time. August 5th, 2040, I’d like to kiss you. Until then, I’m married. But after 35 years of being faithful to my husband I think I’ll have earned one kiss from you.“

Inhalt:

Margot (Michelle Williams) lernt auf einem Flug nach Toronto Daniel (Luke Kirby) kennen. Zwischen dem romantischen ruhigen Daniel und der etwas seltsamen, schüchternen und eigenwilligen Margot funkt es sofort. Jedoch ist Margot verheiratet mit dem Kochbuchautor Lou. Allerdings stellt sich heraus, dass Daniel gleich gegenüber von ihr wohnt. Immer wieder treffen sie sich und unternehmen etwas gemeinsam, immer irgendwie heimlich. Doch Margot kann sich nicht entscheiden zwischen der Anziehung, die Daniel auf sie ausübt und der Sicherheit der Beziehung zu Lou.

Kritik:

Kein einfacher Film. Die Stimmung ist überwiegend depressiv. Die Figur der Margot wirkt zerrissen. Wie Daniel einmal feststellt, ist sie unentschlossen. Den Grund für ihr etwas seltsames Verhalten, ihre Unentschlossenheit und Zerrissenheit erfahren wir leider nie. Es ist ein ruhiger Film, langsam erzhält. Das ist der Grund dafür, dass ihn manche als langweilig empfinden. Aber es steckt so viel Symbolik dahinter, so viel Wahrheit in der Message. Man muss den Film aber an sich heranlassen. Lou ist ein sympathischer Charakter, der allerdings nicht merkt, wie sich seine Frau von ihm entfernt. Er liebt seine Frau, aber nimmt sie für selbstverständlich. Margot weiß eigentlich nicht, wer sie ist und was sie im Leben will. Sie empfindet die Beziehung zu Daniel als aufregend, als Abenteuer. Vermeintlich ist das Neue besser als ihre alte Beziehung. Doch einmal im Film sagen alte Damen: Auch das Neue wird irgendwann alt. Wie wahr. Sie sucht ihr Glück in einem anderen Mann. Zunächst scheint das zu funktionieren, doch kann man Glück wirklich durch einen anderen Menschen allein kommen. Muss man nicht vielmehr, erst einmal sich selbst finden und das Glück ins sich selbst? Das sind Fragen, die der Film vor allem durch Symbolik aufwirft. Mir hat er sehr gefallen. Er lädt zum Nachdenken an und ist für einige nicht auf den ersten Blick zu verstehen.

Und dann ist da Michelle Williams. Nicht zu unrecht wurde sie schon mehrfach für den Oscar nominiert. Auch diese zerrissene Margot verkörpert sie einfach perfekt. Aber auch Sarah Silverman war wieder top, obwohl dieses Mal nicht in einer Komödie.

Fazit:

Ein guter, ein melancholischer Film. Nichts für zwischendurch, kein Popcorn-Kino. Leider sehr verkannt, da viele die Symbolik und die Message gerade am Ende des Filmes nicht verstehen. Ich möchte das nicht spoilern, aber bei Fragen einfach fragen :-). Ein absolut sehenswerter Film, deshalb 8 von 10 Punkten.

8 von 10 Punkten

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