Buch Review – Dan Browns „Inferno“

Dan Brown – „Inferno“

Autor: Dan Brown
Titel: Inferno
Seiten: 686
Reihe: Robert Langdon, Teil 4 von 4
Erscheinungsdatum: 14.05.2013
Sprache: deutsch
ISBN: 9783785724804

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„Ohne diesen Abwehrmechanismus würden wir jeden Morgen zutiefst verängstigt aufwachen, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt, an diesem Tag ums Leben zu kommen. Unser Bewusstsein blockiert diese Ängste, indem es sich auf Dinge fokussiert, die wir bewältigen können – beispielsweise pünktlich zur Arbeit erscheinen oder Steuern bezahlen.“

„Die Entscheidungen, die wir in unserer Vergangenheit gefällt haben, sind die Architekten unserer Gegenwart.“

Klappentext:

Dante Alighieris »Inferno«, Teil seiner »Göttlichen Komödie«, gehört zu den geheimnisvollsten Schriften der Weltliteratur. Ein Text, der vielen Lesern noch heute Rätsel aufgibt. Um dieses Mysterium weiß auch Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard. Doch niemals hätte er geahnt, was in diesem siebenhundert Jahre alten Text schlummert. Gemeinsam mit der Ärztin Sienna Brooks macht sich Robert Langdon daran, das geheimnisvolle »Inferno« zu entschlüsseln. Aber schon bald muss er feststellen, dass die junge Frau ebenso viele Rätsel birgt wie Dantes Meisterwerk. Und erst auf seiner Jagd durch halb Europa, verfolgt von finsteren Mächten und skrupellosen Gegnern, wird ihm klar: Dantes Werk ist keine Fiktion. Es ist eine Prophezeiung. Eine Prophezeiung, die uns alle betrifft. Die alles verändern kann. Die Leben bringt. Oder den Tod.

(deutsche Ausgabe „Inferno“ Bastei Lübbe)

Cover:

Das Cover reiht sich gut in die anderen Folgen dieser Serie um Robert Langdon ein. Gleiches Design wie bei den Vorgängern, so dass es gut neben die Vorgänger passt. Im Hintergrund sehen wir die Skyline von Florenz, passend zum Haupthandlungsort dieses Buches. Viel mehr gibts zum Cover nicht zu sagen.

Kritik:

Auch hier fiel es mir wieder einmal schwer ein Urteil zu fällen. Ich mag Thriller sehr gern und auch die Bücher von Dan Brown haben mir bisher immer alle gefallen.

Doch fangen wir von vorne an. Langdon wacht auf in einem Krankenhaus, wo er liegt, weil er angeschossen wurde. Eine junge Ärztin hillft ihm, als eine Attentäterin ihn dort aufsucht und versucht ihn zu töten. Es beginnt eine Schnitzeljagd durch Florenz, wie sie typisch ist für diese Reihe. Soweit so gut. Es bleibt zu jedem Zeitpunkt spannend und man möchte einfach wissen, ob sie es noch rechtzeitig schaffen, die Bedrohung aufzuhalten, die der Menschheit droht. Doch hier kommt auch der Punkt, der mich etwas stört. Warum sollte der Täter eine solche Schnitzeljagd veranlassen, um ihn zu finden? Es hätte doch genügt, mit dem Video auf sich aufmerksam zu machen. Das schien mir etwas unrealistisch. Gefallen hat mir die Verbindung aus Altem und Aktuellem. Dante gegen Überbevölkerung. Die Idee eines Pathogens, das die Überbevölkerung bekämpft, fand ich ganz erfrischend. Immerhin ist das wirklich ein Problem, das auf uns zukommt bzw. schon recht aktuell ist. Auch positiv ist, dass es auch in diesem Teil der Serie zu mehreren Wendungen kam, die ich so nicht vorhergesehen habe. So wurde man immer wieder überrascht und noch mehr zum Weiterlesen angeregt. Auch positiv ist das schon aus den Vorgängerromanen bekannte Verweben von historischen, kulturellen und aktuellen Fakten. Hier wird dem Leser nicht nur ein Thriller geboten, sondern auch eine kleine Städtetour durch Florenz.

Doch nun noch ein paar Worte zu den Charakteren. Die junge Ärzitn heißt Sienna Brooks und ist natürlich hübsch und hochintelligent. Ob der Autor dabei schon an die Verfilmung gedacht hatte? Naja, das ist nebensächlich. Trotz der Beschreibungen bleibt mir Sienna immer irgendwie fremd, auch zum Schluss ist sie mir nie wirklich symathisch. Sie wirkt unecht. Vielleicht ist das gewollt, aber mich hat das gestört. Gerade weil Langdon immer wieder betont, dass er sich zu ihr hingezogen fühlt (nur freundschaftlich natürlich). Robert Langdon selbst bleibt sich treu und ist in seiner Schrulligkeit weiterhin sympathisch und trägt die Geschichte überwiegend.

Fazit:

Es bietet sich dem Leser hier ein kurzweiliger Thriller mit einem überzeugenden Robert Langdon. Hinwegsehen muss man über manche Ungereimtheit und ein etwas unrealistisches Szenario. Doch wann sind Thriller schon wirklich realistisch?  Dennoch gibt es dafür zwei Punkte Abzug. Einen weiteren Punkt Abzug gibt es zudem für die Figur der Sienna. Insgesamt überzeugt das Buch aber durch seine Verbindung von historischen Fakten, kulturellen Anspielungen und aktuellen Problemen.

7 von 10 Punkten

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