Buch Review – Marissa Meyers „Cinder“

Marissa Meyer – „Cinder“

Autor: Marissa Meyer
Titel: Cinder
Reihe: The Lunar Chronicles, Teil 1 von 4
Seiten: 404
Erscheinungsdatum: 05.01.2012
Sprache: englisch
ISBN: B0065GC0PG

Review zu Teil 2 der Lunar Chronicles: „Scarlet“
Review zu Teil 3 der Lunar Chronicles: „Cress“
Review zu Teil 3,5 der Lunar Chronicles: „Fairest“
Review zu Teil 4 der Lunar Chronicles: „Winter“

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„Vanity is a factor, but it is more a question of control. It is easier to trick others into perceiving you as beautiful if you can convince yourself you are beautiful. But mirrors have an uncanny way of telling the truth.“

„Even in the Future the Story Begins with Once Upon a Time.“

Klappentext:

Cinder lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren zwei Stiefschwestern, arbeitet als Mechanikerin und versucht gegen alle Widerstände, sich nicht unterkriegen zu lassen. Als eines Tages in unauffälliger Kleidung niemand anderes als Prinz Kai an ihrem Marktstand auftaucht, wirft das unzählige Fragen auf: Warum braucht der Prinz ihre Hilfe? Und was hat es mit dem plötzlichen Besuch der Königin von Luna auf sich, die Prinz Kai unbedingt heiraten will? Die Ereignisse überschlagen sich, bis sie in dem großen Ball, auf dem Cinder sich einschmuggelt, ihren Höhepunkt finden. Und diesmal wird Cinder mehr verlieren als nur ihren Schuh … .

(deutsche Ausgabe „Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern“ Carlsen Bücher)

Kritik:

Cover:  Mit dem englischen Cover hab ich mich anfangs sehr schwer getan. Mir gefällt das schlichte deutsche Cover viel besser. Hätte ich das Buch so im Regal gesehen, hätt ich es nicht mal in die Hand genommen. Im nachhinein gefällt es mir etwas besser. Es zeigt Cinders Fuß mit den Prothesen und deutet somit auf den Inhalt der Geschichte hin. Auch das Motiv Fuß mit Schuh ist ein Hinweis auf Aschenputtel, das ja grob als Vorlage diente. Also insgesamt ein Cover, das okay ist, aber mich eben nicht völlig überzeugt.

Handlung:  Wir befinden uns in einer sehr fernen Zukunft, mehr als 120 Jahre nach dem 4. Weltkrieg. Die Erde ist in neue Länder/Förderationen aufgeteilt und wir verfolgen die Geschichte in Neu Peking, da das alte im vierten Weltkrieg vollständig zerstört wurde. Geschrieben wird aus der Perspektive von Cinder, einem Cyborg, das bei seiner Adoptivmutter und zwei Stiefschwestern lebt. Wie im Märchen sind diese sehr böse und gemein zu Cinder, die nicht als gleichwertiger Mensch gewertet wird aufgrund ihrer Porthesen. Wie auch im Märchen gibt es hier einen Prinzen – Prinz Kai. Cinder, die als Mechanikerin arbeitet, lernt diesen kennen, weil der Prinz einen Androiden repariert haben will. Soviel zu dem Teil der Geschichte, der grob auf Aschenputtel basiert.

Begleitend gibt es noch zwei Handlungsstränge. Zum Einen bedroht die Erde eine totbringende Krankheit, die blaue Pest genannt. Keiner hat bisher ein Heilmittel dafür. Zum anderen befindet sich die Erde in einem Fast-Krieg mit den Lunariern, den Bewohnern des Mondes.

Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte hinein zu kommen. Die Welt, in die wir hier eintauchen, überzeugt aber im Verlauf der Geschichte zunehmend und man ist gespannt wie es weiter geht. Wird der Prinz die Königin von Luna heiraten? Was wird aus Cinder? Mit der Hälfte des Buches entwickelt es sich zum Pageturner. Bisher kommt es für mich aber nicht an Reihen wir die „Tribute von Panem“ oder „Twilight“ heran. Viele kritisieren ja das Ende der Geschichte. Da ich vorher schon Rezis gelesen hatte, wusste ich, dass das Ende offen ist. Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Da ich aber sowieso Reihen, die ich einmal angefangen habe, immer beende, macht mir das wenig. Im Gegenteil nun kann ich den zweiten Teil kaum erwarten.

Charaktere: Es gibt hier eigentlichnur wenige erwähnenswerte Charaktere. Da wäre natürlich Cinder, der Cyborg, aus dessen Perspektive der meiste Teil des Buches geschrieben ist. Cinder, Kurzform für Cinder-ella, also unser Aschenputtel. Die innere Gefühlswelt unserer Protagonistin kommt manchmal etwas kurz. Wir können anhand der Gespräche nur ahnen, was in ihr vorgeht. Dennoch ist sie der symapthischste Charakter.

Dann haben wir den jungen Prinz Kai. Auch dieser ist sympathisch, auch wenn er dem Königdasein noch nicht recht gewachsen scheint. Zu naiv und kindisch erscheint er häufig. Er ähnelt etwas dem Prinzen aus „Drei Haselnüsse für Aschenputtel“. Da bin ich mal auf die nächsten Bände gespannt. Bin mir sicher, er wird an seinen Aufgaben wachsen. Wie er der Königin von Luna die Stirn bietet, bleibt für mich aber noch etwas zu kindisch. Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Cinder bleibt etwas kühl, da sie nicht ganz nachvollziehbar ist. Von ein paar Treffen über beide Ohren verliebt? Auch da fehlen ein wenig die inneren Einsichten.

Dann sind da noch Peony, die Stiefschwester. Die ist zuckersüß, man möchte sie nur drücken. Ganz im Gegenteil zu Adri, der Adoptivmutter und ihrer anderen Tochter. Die sind richtig schön eklig und gemein.

Und nicht zu vergessen die Königin von Luna: intrigant, gemein, herrschsüchtig und kaltblütig. Man stellt sie sich richtig vor, wie die Königin in Schneewittchen. Mal sehen, wie sie im nächsten Buch agieren wird, nach all dem was passiert ist.

Fazit:

Ich hatte etwas Mühe in die Geschichte rein zu kommen. Nach der Hälfte des Buches war ich aber gefesselt und bin nun gespannt auf die Fortsetzung. Ein guter Auftakt eines neuen Mehrteilers, der nur als Gesamtwerk zu funktionieren scheint. Vorsicht Suchtgefahr, sobald man sich auf die Geshcichte einlässt. Für Fantasy und Dystopie-Fans im Bereich Young Adult ein Muss.

7 von 10 Punkten

6 Gedanken zu „Buch Review – Marissa Meyers „Cinder“

  1. Pingback: Buch Review Marissa Meyers “Scarlet” | Bücher, Musik und Film – Was das Herz begehrt

  2. Hallo,

    ich lese das Buch gerade und auch wie Du hab ich etwas probleme damit, ins Buch zu finden. Ich hoffe, das Buch kann mich im späteren Verlauf doch noch richtig überzeugen.

    Ich finde das englische Cover im Vergleich zum Deutschen besser. Einfach, weil dort die Anspielung sofort gegeben ist auf Aschenputtel und halt auf die Cyborg-Sache. Im Deutschen hab ich erstmal gebraucht um zu erkennen dass das auf dem Cover Schuhe sind :“D

    • Ja, aber es lohnt sich. Man kommt in die Geschichte rein. Und ich habe gerade den zweiten Band gelesen und kann nur sagen: es wird noch besser. Also „Scarlet“ fand ich einfach super. EIn echter Pageturner für mich. Bin gespannt, was du sagst, wenn du fertig bist.

      • Band 2 hab ich hier auch schon liegen 😀
        Ich werd es dich wissen lassen, wie ich beide Teile fand 🙂

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