Buch ReviewMarkus Zusaks „The Book Thief“

Markus Zusaks „The Book Thief“

Autor: Markus Zusak
Titel: The Book Thief
Seiten: 578
Erscheinungsdatum: 18.11.2013
Sprache: englisch
ASIN: B00GCE3TCE (Kindle eBook mit Audio/Video)

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„I have hated words and I have loved them, and I hope I have made them right.“

„I wanted to tell the book thief many things, about beauty and brutality. But what could I tell her about those things that she didn’t already know? I wanted to explain that I am constantly overestimating and underestimating the human race-that rarely do I ever simply estimate it. I wanted to ask her how the same thing could be so ugly and so glorious, and its words and stories so damning and brilliant.“

Klappentext:

Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.

Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …

»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachhaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.

(deutsche Ausgabe „Die Bücherdiebin“ blanvalet Verlag)

Kritik:

Cover: Was soll ich sagen? Genau so stelle ich mir Liesel vor. So wie das Mädchen auf dem Cover. Ein Buch an sich gerissen, unsere kleine Bücherdiebin. Dieses Cover passend zum Film gefällt mir sehr gut.

Handlung: Das Setting ist Nazi-Deutschland, kurz vor und während des zweiten Weltkrieges. Erzählt wird aus Sicht des „Todes“. Er hat Liesels Geschichte gefunden und erzählt sie nun geschmückt mit seinen Eindrücken aus der Zeit. Ich fand die Geschichte berührend, schön, traurig. Sie bot einfach alle Gefühlsfacetten. Als die Familie Hubermann, den Juden Max in ihrem Keller versteckt, bekommt die Geschichte eine tragische Komponente. Ich fand die Idee, wie Bücher Liesel durch die Tragik dieser Zeit bringen einfach wunderschön. Niemand ist ganz so wie er auf den ersten Blick scheint. Und das Ende ist nicht so, wie ich es erwartet habe. Doch das ist nicht schlecht gewesen, sondern macht so irgendwie Sinn. Eine Geschichte, die man gelesen haben sollte.

Charaktere: Zunächst ist da Liesel, die von den Hubermanns als Pflegekind aufgenommen wird. Es ist rührend wie sie sich langsam in die Familie einfindet und was für eine zärtliche Liebe sie zu ihrem Pflegevater Hans entwickelt. Ihre Liebe zu Büchern kann ich ganz nachvollziehen. Ein liebevoller Charakter.

Dann ist da ihr Freund Rudy. Ein verflixt sympathischer kleiner Junge und mutig.

Es gibt so viel weitere  tolle Figuren: die versteckt liebevolle Bürgermeisterin Ilse Herrmann, Frau Holtzapfel, Rosa Hubermann. Alle liebevoll eingeführt. Nach außen rau, wie anders sollten sie in solch einer Zeit sein. Im Innern aber doch alle mit großem Herz.

Sprache: In der Tat ist es manchmal etwas seltsam, dass deutsche Namen verenglischt wurden (z.B. Trudy, Rudy, Tommy). Doch das tut der Geschichte nicht weh. Auch diese kurzen Einschübe als Stilmittel sind etwas seltsam, da sie nichts zur Geschichte beitragen. Sie wirken manchmal losgelöst und erzwungen. Gut finde ich, dass die Figuren oft deutsch sprechen, es aber gleich ins Englische übersetzt wird. So kommt die Härte auch gut rüber, gleichzeitig aber auch die Herzlichkeit.

Fazit:

Eine wunderbare berührende Geschichte. Irgendwie bezaubernd. Nicht wirklich so tragisch, wie es eine Geschichte über die Nazizeit sein sollte, dennoch kommt die Tragik der Zeit meiner Meinung ausreichend beim Leser an. Im Grunde geht es um die Liebe zu Büchern und wie sie einen über schlechte Zeiten bringen kann. Und es ist immerhin ein Buch für Kinder. Eine Lese-Empfehlung nicht nur für Kinder.

8 von 10 Punkten

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