Buch Review Marissa Meyers „Scarlet“

Marissa Meyer – „Scarlet“

Autor: Marissa Meyer
Titel: Scarlet
Reihe: The Lunar Chronicles, Teil 2 von 4
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 07.02.2013
Sprache: englisch
ISBN: B00ADNPAOK

Review zu Teil 1 der Lunar Chronicles: „Cinder“
Review zu Teil 3 der Lunar Chronicles: „Cress“
Review zu Teil 3,5 der Lunar Chronicles: „Fairest“
Review zu Teil 4 der Lunar Chronicles: „Winter“

 

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„I knew they would kill me when they found out, but…” He struggled for words, releasing a sharp breath. “I think I realized that I would rather die because I betrayed them, than live because I betrayed you.“

„A captain always knows where his ship is. It’s like a psychic bond.““If only we had a captain here.“

Klappentext:

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt.
Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

(deutsche Ausgabe „Die Luna-Chroniken, Band 2: Wie Blut so rot“ Carlsen Bücher)

Kritik:

Cover:  Musste ich mich mit dem Cover zu „Cinder“ erst anfreunden, gefällt mir dieses wieder außerordentlich gut. Der wehende Umhang von Scarlet, dem Rotkäppchen, ist ja auch titelgebend. Dieses Cover ist zum Verlieben.

Handlung/Kulisse: Es werden einige neue Figuren eingeführt, die wir nun an einem anderen Handlungsort verfolgen. Es gibt immer wieder Wechsel zwischen den Geschehnissen um Scarlet und Wolf, die versuchen Scarlets Großmutter zu retten und sich dabei näher kommen. Doch Wolf bleibt immer mysteriös. Ist ihm zu trauen? Mir hat dieser Handlungsstrang sehr gut gefallen. Immer wenn es um Scarlet und Wolf ging, konnte ich das Buch gar nicht weglegen. Obwohl ich mich auch auf Cinder gefreut hatte, fand ich diese Seiten schöner.

Cinder wird bei ihrem Ausbruch aus dem Gefängnis von Thorne begleitet, einem Dieb, der auch im Gefängnis saß. Auf eine besondere Art ist auch der sympathisch.

Irgendwie hat mich die Geschichte um Emperor Kai nicht wirklich mitgerissen. War immer froh, wenn ich mit diesen Kapiteln fertig war. Ich weiß nicht warum, aber mir ist Kai fremd. Kann nicht wirklich mit ihm mitfühlen.

Alle drei Handlungsstränge kommen immer mehr zueinander und man versteht zunehmend, wie sie zusammen hängen. Man möchte, dass sie sich nun endlich finden. Die Kapitel waren kurz und haben durch den Wechsel zwischen den Handlungsorten immer wieder Spannungsbögen aufgebaut, die einen das Buch kaum weglegen ließen.

Wenn man das erste Buch nicht mehr so in Erinnerung hat, ist das nicht schlimm. Meyer schafft es einen unaufdringlich wieder in die Geschichte zurück zu führen. Auch ohne viel zu wiederholen. Wie oft hab ich Schwierigkeiten gehabt, wenn der letzte Band ein Jahr her war. Ich wusste gar nicht, was los ist. Wer ist wer und wie kam es zu den aktuellen Gegebenheiten? Über mehr als 100 Seiten war ich manchmal wie verloren. Das ist hier nicht so.

Charaktere: Hauptsächlich werden drei neue Charaktere eingeführt. Da haben wir zum Einen Scarlet, die auf einer Farm in Frankreich lebt. Sie ist eine starke, junge Frau, bildhübsch. Sie ist offen, das heißt, sie verurteilt Menschen nicht für ihre Herkunft. So ist sie auch den Lunariern erst einmal neutral gegenüber eingestimmt. Scarlet war mir sehr sympathisch.

Zu ihr gesellt sich Wolf. Wie wir später herausbekommen ist er einer der Kesley Brüder aus der Kurzgeschichte „Queen’s Army“. Auch seinen Bruder treffen wir wieder. In seiner Härte und Rauheit fand ich Wolf sehr sexy. Darunter verbirgt sich ein ganz verletzliches Herz. Genau der Antiheld, den ein Fantasyroman braucht.

Und schließlich ist da noch Thorne, der zusammen mit Cinder aus dem Gefängnis flieht. Dieser ist sehr selbstbewusst und etwas schrullig. Von den neuen Charakteren für mich der neutralste. Soll heißen, er ist für mich für die Handlung nicht so wichtig.

Auch Iko ist wieder mit von der Partie, unser kleiner geliebter Android. Einfach niedlich.

Prinz Kai hat in diesem Band nicht viel Raum und so bekommen wir auch kaum eine Chancen, ihn besser kennen zu lernen. Mir war er ganz ehrlich egal. Ich hoffe aber, dass er im folgenden Band wieder mehr Raum bekommt.

Und letzlich haben wir da noch Cinder. Sie muss lernen mit ihrer neuen alten Idendität zu leben und sich selbst zu finden, obwohl sie auf der Flucht ist. Ich fand auf persönlicher und emotionaler Ebene haben wir Cinder in diesem Band ein ganzes Stück besser kennen gelernt.

Fazit:

Das war mal wieder ein absoluter Pageturner. Durch die verschiedenen Handlungsorte gab es immer wieder Spannungsbögen, die einen das Buch nicht weglegen ließen. Eine absolut gelungene Fortsetzung. Für mich war dieser Band noch besser als der erste und ich kann es kaum noch erwarten, zu lesen, wie es mit Scarlet, Wof, Cinder und Kai weiter geht. Besonders auf Scarlet und Wolf freue ich mich.

9 von 10 Punkten

 

Ein Gedanke zu „Buch Review Marissa Meyers „Scarlet“

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