Musik Review Ingrid Michaelsons „Lights Out“

Ingrid Michaelson – „Lights Out“

Musiker: Ingrid Michaelson
Titel: Lights Out
Label: Cabin 24 Records, Vertigo/Capitol (Universal Music GmbH)
Erscheiungsdatum: 13.06.2014
Genre: Pop, Singer/Songwriter
Anspieltipps: „Home“, „Girls Chase Boys“, „Wonderful Unknown“, „Afterlife“

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Tracklist

1. Home
2. Girls Chase Boys
3. Wonderful Unknown (feat. Greg Laswell)
4. You Got Me (feat. Storyman)
5. Warpath
6. Handsome Hands
7. Time Machine
8. One Night Town (feat. Mat Kearney)
9. Open Hands (feat. Trent Dabbs)
10. Ready To Lose (feat. Trent Dabbs)
11. Stick
12. Afterlife
13. Over You (feat. A Great Big World)
14. Everyone Is Gonna Love Me Now

 

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Kritik:

Seit „Breakable“ bei „Grey’s Anatomy“ gespielt wurde, bin ich treuer Anhänger von Ingrid Michaelson und ihrer Musik. Sehr sympathisch, natürlich, authentisch. Das waren ihre Markenzeichen. Also hab ich mich riesig auf ihre neues Album gefreut: Auf die Ukulele, freche Texte, fröhliche Melodien, nachdenkliche Lieder. Und ihre unverwechselbare Stimme. Doch was ich bekam war etwas ganz anderes.

1. „Home“ (8 von 10 Punkten)

Das Zuhause ist da, wo ihr Geliebter ist. Das ist ihr Zufluchtsort, ihr Wohlfühlort. Darauf kann sie vertrauen, da fühlt sie sich sicher. Schöne Melodie, ein Ohrwurm. Da erkennt man Ingrid Michaelson. Bis auf die poppige Hinetrgrundmusik, die hier aber noch dezent bleibt.

Even in the harshest of winter I feel so warm

Even when the marks climb up the wall I still feel small

This is my home
This is my home
Where I go when I’ve got nowhere else to go

2. „Girls Chase Boys“ (9 von 10 Punkten)

Das ist die erste Single und mein Lieblingslied auf dem Album. Up-Tempo. So fröhlich werden wohl selten Break-Up-Songs vertont. Es geht darum, sich von jemandem zu trennen, sich davon aber nicht unterkriegen zu lassen. Denn schließlich haben den Trennungsschmerz schon so viele überlebt. Sehr positiv. Das „Oooh“ im Refrain ist wieder typisch Ingrid Michaelson.

All the broken hearts in the world still beat
Lets not make it harder than it has to be
Ooooooh it’s all the same thing
Girls chase boys chase girls

3. „Wonderful Unknown“ (7 von 10 Punkten)

Das Lied hat sie mit ihrem Ehemann Greg Laswell aufgenommen. Mal wieder etwas ruhigeres. Es geht um das Leben und welche Wege es nehmen kann. Man weiß nicht, was kommt, aber mit Liebe an seiner Seite, schafft man das.

Oh, got your father’s wristwatch on,
the one your mother gave him when they thought the world won’t end,
Oh, we will be there one day with a smile and nothing more to say goodbye to a friend

4. „You Got Me (feat. Storyman)“ (6 von 10 Punkten)

Ein absoluter Popsong. Auswechselbar. Mainstream. Über Liebe und Verliebtsein. Up-Beat, aber gar nicht Ingrid Michaelson.

And when I see the curve of the earth in your willow eyes
I’m a rocketeer
Coming home after years at the speed of light
And suddenly you’re there
Like a pearl in the palm of the universe
Your unlikely skies
Filling up my eyes
You come as some surprise

 

5. „Warpath“ (7 von 10 Punkten)

Etwas rockiger. Auch bisher gar nicht Ingrid Michaelson, aber irgendwie hat der Song was. Eingängig, etwas düsterer. Es geht um eine verflossene Liebe, wo sich der Partner getrennt hat. Das Klatschen am Anfang kennen wir dann aber doch wieder aus früheren Liedern.

You put a spell on me
It’s so good, can’t you see?
But you got the magic to set me free

6. „Handsome Hands“ (4 von 10 Punkten)

Passt wieder gar nicht zu Ingrid Michaelson. Gefiel mir auch gar nicht. Fast schon psychodelisch.

Crave, can you feel me crave?
And now to an end
I saw what I can
I see you

7. „Time Machine“ (8 von 10 Punkten)

Es geht ums Bereuen. Hätte sie eine Zeitmaschine, hätte sie sich selbst gewarnt. Gewarnt davor, einem Mann zu vertrauen, eine Bezihung einzugehen, die es nicht wert war.

If I had a time machine
And if life was a movie scene
I’d rewind, and I’d tell me, „run! “
We were never meant to be
So if I had a time machine
I’d go there, and I’d tell me, „run, run! “

8. „One Night Town (feat. Mat Kearney)“ (6 von 10 Punkten)

Disco-Musik? Ingrid Michaelson? Synthesizer? Ingrid Michaelson? Das passt irgendwie überhaupt nicht. Kann man hören, aber passt einfach nicht zu ihr. Die Message des Liedes: Lebe einfach! Genieße dein Leben.

So when the lights go out, and the sun burns down
We’re gonna climb this night singing “ oh oh oh“
It’s the last time now In this one night town
To sing “ oh oh oh“
We’re singing “ oh oh oh“

9. „Open Hands (feat. Trent Dabbs)“ (7 von 10 Punkten)

Irgendwie melancholisch. Klingt so erwachsen, aber auch traurig.

Now grow up and drift away
No toy can hold you out
Go call it up
The sound goes…
Open hands are hard to hold on to anyway
Anyway, anyway, anyway

10. „Ready To Lose (feat. Trent Dabbs)“ (7 von 10 Punkten)

Und wieder Trent Dabbs. Und wieder sehr melancholisch. Dabei gehts hier um eine Liebeserklärung. Irgendwie echt schön.

When you coming home?
It’s the quiet in the night
That makes my mind make noises and guessing second times
Tell me that you’re mine
Say it one more time

I’m ready to lose everything but you

11. „Stick“ (6 von 10 Punkten)

Wieder so ein Popsong. Könnte von jedem kommen. Absolut nichts Besonderes. Es geht darum, wie wir uns in Beziehungen beeinflussen. Es bleibt immer etwas vom anderen in uns zurück. Und sie fragt sich nun, ob sie bei ihrem Verflossenen denn überhaupt Spuren hinterlassen hat oder ob sie ihm so gleichgültig war. Denn er hat bei ihr Spuren hinterlassen, die sie jetzt immer mit sich trägt.

Did any of me stick at all?
Was it really no one’s fault?
Can you hear me singing through the walls
That we used to lean on?
There’s a part of you that stays with me
Someone else gets to know
Did any of me stick at all?
Did any of me ever stick at all?

12. „Afterlife“ (8 von 10 Punkten)

Wieder mehr Ingrid Michaelson, obwohl es ein Co-Write mit jemandem war, den sie gar nicht persönlich vorher kannte. Ein absoluter Ohrwurm. Lebe dein Leben, als wäre es dein letzter Tag.

We are going to live tonight
Like there’s no tomorrow
‚Cause we are the afterlife

13. „Over You (feat. A Great Big World)“ (7 von 10 Punkten)

Und ein weiterer Herz-Schmerz-Song. Wieder geht es um eine verlorene Liebe. Gleichzeitig ist es eines ihrer wenigen aufgenommenen Duette. Auch wieder sehr traurig und melancholisch.

Maybe if I tell myself enough
Maybe if I do
I’ll get over you

14. „Everyone Is Gonna Love Me Now“ (7 von 10 Punkten)

Sehr depressiv und melancholisch. Es scheint um eine verlorene Liebe zu gehen und den Schmerz, der damit verbunden ist. Vielleicht sogar über die Gedanken an Selbstmord, um wieder bei Geliebten zu sein.

I was never right but never wrong
Everybody thought I’d finish strong
But I can get there soon
If you push me to the moon

Fazit:

Tja, was gibts nun am Ende zu sagen. Würde ich Ingrid Michaelson nicht schon so lange kennen, würde ich das Album vielleicht wirklich mögen. Doch ich kenne sie nun schon so lange. Und das ist nicht Ingrid Michaelson. Das ist Mainstream. Viel zu viel Instrumente und Snythesizer. Wo ist die „rohe“ Version mit Ukulele, wie wir sie kennen? Es gibt einige echt schöne Lieder. Aber es scheint, als versuche sie mit diesem Album mehr Hörer zu erreichen. Das hat sie doch nicht nötig. Sie sagt in einem Interview, das sie sich fühlte, als ob sie stagnierte und deshalb mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet hat. Das merkt man. Es ist dennoch ein gelungenes Album, aber es fehlt mir das, was sie immer besonders gemacht hat. Ich hoffe, das findet sie bald wieder. Und außerdem ist sie jetzt verheiratet seit 3 Jahren. Warum also so viele Herz-Schmerz-Lieder?

Ihr wollt einen Eindruck von ihr und ihrer Musik, dann guckt das Youtube-Video unten. Das ist eine kleine Live-Show. Da sieht man wieder wie authentisch und sympathisch sie ist. Denn hier ist alles live.

„Maybe“/“Everybody“; „Girls Chase Boys“, „Afterlife“

7 von 10 Punkten

 

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