Buch Review Bettina Belitz‘ „Vor uns die Nacht“ – Bettina Belitz mal anders

Bettina Belitz – „Vor uns die Nacht“

Autor: Bettina Belitz
Titel: Vor uns die Nacht
Seiten: 384
Erscheinungsdatum: 10.03.2014
Sprache: deutsch
ASIN:B00H9JA1VS (Kindle eBook)
Amazon-Link: Vor uns die Nacht

 

 

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Klappentext:

Eine Liebesgeschichte voller Hingabe, Sinnlichkeit und großer Gefühle – der neue Roman von der Erfolgsautorin der Splitterherz-Trilogie.

Sie hassen sich, wenn sie miteinander reden. Und sie lieben sich, wenn sie sich berühren. Sicher ist nur eins: Seit Ronia Jan getroffen hat, ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie ihn das erste Mal gesehen hat, muss sie jeden Freitag zurückkehren. Abends. An den Fluss. Wenn es dort still und einsam ist. Hier, so hofft sie, wird sie ihn wiedersehen …

Niemand hat die 21-jährige Studentin Ronia bisher so fasziniert wie der rebellische Jan, der keine Konventionen kennt. Ronia und Jan kommen aus völlig verschiedenen Welten und fühlen sich doch magisch voneinander angezogen. Auch wenn Ronia zunächst dagegen ankämpft – es ist zwecklos, sie kann sich dem rätselhaften Jan nicht entziehen. Da sie jedoch einige bittere Enttäuschungen hinter sich hat, möchte sie diesmal alles anders machen: keine Träumereien, keine Versprechen, keine Liebesschwüre – sie will die Zügel in der Hand behalten. Und so beginnt ein hochexplosives, hingebungsvolles und nervenaufreibendes Spiel …

(aus der deutschen Ausgabe „Vor uns die Nacht“ Script5)

Eigene Meinung:

Cover: Ich glaube es gibt bei Script5 kein Cover, das mir nicht gefällt. Sie sind einfach immer wunderschön. Nachtblau, verträumt.

Inhalt/Geschichte: Das war mal eine ganz andere Bettina Belitz. Ich hab bisher nur die Splitterherz-Trilogie von ihr gelesen und war damals richtig begeistert davon gewesen. Ich hatte an dieses Buch gar keine Erwartungen außer einer Liebesgeschichte. Und die hab ich auch bekommen. Das Genre und auch die Zielgruppe waren dabei ganz anders als in der Splitterherz-Trilogie. Dieses Buch hier ist einfach für etwas ältere Leser geschrieben. Das erste Viertel des Buches war für mich trotz der tollen Sprache leider etwas mühsam. Die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar und so blieben mir die Figuren fremd. Doch zur Hälfte hin wurde es besser und im dritten Viertel gibt es sogar noch eine überraschende Wendung. Die Liebesgeschichte ist aber wirklich etwas seltsam. Von Ronias Seite aus wirkt sie manchmal wie eine Obsession. Ob man das nun als schicksalshafte Vorbestimmung sehen will, weiß ich nicht. Für mich hatte das schon irgendwie etwas abnormales. Auch Jans/Rivers Verhalten war da nicht nachvollziehbarer. Doch als sich beide besser kennen lernen, gibt es schöne Momente zwischen ihnen, die den Beginn wieder wett machen.

Charaktere: Ronia. Ja, Ronia ist vielen Lesern ja nicht wirklich sympathisch. Sie verhält sich auch in der Tat häufig etwas seltsam. Schon fast wie im Wahn verfolgt sie Jan. Ob in Gedanken oder in Realität. Alles dreht sich nur um ihn, alles andere bleibt liegen. Und dabei versteht man nicht wirklich, was sie an ihm findet. Denn sie weiß nichts von ihm und alles, was sie sieht und hört, ist nicht wirklich sympathisch. Und überhaupt verhält sie sich doch häufig noch recht naiv und kindisch. Auch mir war sie nicht ganz so sympathisch.

Und Jan? Zunächst wissen wir nicht viel über ihn. Später wird er immer sympathischer, auch wenn auch er immer etwas seltsam bleibt.

Dafür war Jonas ein zuverlässiger netter Junge von nebenan. Doch er bleibt eher farblos.

Stil/Gliederung: Die Sprache ist wieder mal wunderbar, so dass sich das Buch recht schnell und flüssig liest.

Fazit:

Mal eine andere Bettina Belitz, aber leider nicht ganz so überzeugend. Die Figuren sind leider etwas seltsam und nicht immer sympathisch. Dennoch hat mir die Geschichte insgesamt gefallen. Einfach weil es einige schöne Momente gibt. Aber es ist eher eine unkonventionelle Liebe.

Autor:

Bettina Belitz

– geb. 21.09 1973 in Heidelberg
– Studium der Geschichte, Literatur- und Medienwissenschaft
– arbeitete von 1993 bis 2005 als Redakteurin und ab 2005 als freie Journalistin
– ein Sohn
– weitere Werke:
Splitterherz-Trilogie
Linna singt


7 von 10 Punkten

 

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