Buch Review Gillian Flynns „Gone Girl“

Gillian Flynn – „Gone Girl“

Autor: Gillian Flynn
Titel: Gone Girl
Seiten: 512
Erscheinungsdatum: 24.05.2012
Sprache: englisch
ASIN: B007ZXK08C (Kindle eBook)
Amazon-Link: Gone Girl

 

 

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„Love makes you want to be a better man. But maybe love, real love, also gives you permission to just be the man you are.“

„Tampon commercial, detergent commercial, maxi pad commercial, windex commercial – you’d think all women do is clean and bleed.“

Klappentext:

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?
Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. In seinem Computer findet die Polizei merkwürdige Hinweise. Er erhält sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

(aus der deutschen Ausgabe „Gone Girl“ Fischer Verlag)

Eigene Meinung:

Cover: Die Cover von Gillian Flynn sind alle dezent in schwarz mit farbigen Lettern, so dass sich auch dieses Buch darin einreiht. Sonst ist an dem Cover nichts besonderes. Ein paar blonde Harare, die hineinragen. Amys Haare.

Inhalt/Geschichte: Eine sehr unkonventionelle Geschichte. Viel kann man dazu auch nicht schreiben. Dieser intelligent gestrickte Thriller muss einfach selbst gelesen werden. Schreibt man hier zu viel, verdirbt man das Lesevergnügen.

Das Thema einer entführten Frau ist nicht neu, die Umsetzung aber einfach genial. In den ersten 200 Seiten verschiebt sich der Sympathiebonus zwischen den zwei Hauptfiguren Nick und Amy immer hin und her. War er es? War er es doch nicht? Irgendwas passt doch da nicht. Was ist hier foul? Man möchte einfach nur wissen, was passiert ist. Und dann erfährt man es zur Hälfte des Buches und denkt: und nun? Dann ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Denn die Abgründe der menschlichen Seele, die Gillian Flynn hier auftut, sind so real. Nichts von dem, was sie hier schreibt, scheint unmöglich. Alle drei Abschnitte sind auf ihre Weise verstörend und zutiefst böse ohne den Blutregen eines Cody McFadyen. Und das Ende? Einfach nur tragisch und den kalten Schweiß raustreibend. Ich hab von Anfang an geahnt, was vor sich geht, aber war dennoch immer wieder über neue Wendungen überrascht und hab mich davon ablenken lassen.

Charaktere: Viele meinen keinen einzigen der Charaktere kann man sympathisch finden. Das stimmt zu großen Teilen. Die zwei Hauptfiguren sind auf jeden Fall sehr düster, tragisch und verstörend. Dennoch war mir eine der beiden immer sympathisch und am Ende einfach nur zu tiefst tragisch. Welche das kann ich hier nicht verraten, um euch den Lesespaß nicht zu nehmen. Und Figuren müssen ja nicht sympathisch sein, um einfach nur gut zu sein. Diese Figuren in dem Buch fühlen sich sehr real an, auch wenn sie sicher nie zu meinem Freunden zählen würden. Und darum geht es doch: glaubhafte Figuren zu schaffen. Und das hat Gillian Flynn gut hinbekommen.

Stil/Gliederung: Ihr Schriebstil hat mir gut gefallen. Angenehme Kapitellänge, durch die zwei Erzählperspektiven viel Einsicht in die Gedankenwelt der Charaktere. Guter Spannungsbogen.

Fazit:

Ein absolut überzeugender Thriller mit viel Spannung. Eine absolute Leseempfehlung. Man kann miträtseln, staunen, weinen und einfach nur verstört den Kopf schütteln. Und Letzeres ziemlich häufig. Ich werde wohl auch die anderen Bücher dieser Autorin noch lesen. Bin gespannt auf die filmische Umsetzung. Der Film soll ja ein anderes Ende haben.

Autor:

Gillian Flynn

– geb. 24.02.1971 in Kansas City, USA
– studierte Journalismus an der University of Kansas und der Northwestern University
– arbeitete als Fernsehkritikerin bei Entertainment Weekly
– verheiratet mit Brett Nolan, ein Sohn
– weitere Werke:
Cry Baby Cry

Dark Places
Sharp Objects


8 von 10 Punkten

4 Gedanken zu „Buch Review Gillian Flynns „Gone Girl“

      • Die Spannung. Es ist ein Thriller und die Bewertungen waren durchweg positiv. Ich hab 200 Seiten lang gelesen und gelesen und gewartet, dass ich es endlich spannend finde, aber stattdessen hat mich immer wie weniger interessiert. Es war mir nur noch egal wer was getan hat. Mich hat’s leider nicht überzeugt 😦

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