Buch Review Ursula Poznanskis „Erebos“

  Ursula Poznanski – „Erebos“

Autor: Ursula Poznanski
Titel: Erebos
Seiten: 485
Erscheinungsdatum: 16.12.2013
Sprache: deutsch
ASIN: B00H8YI94U (Kindle eBook)
Amazon-Link: Erebos

 

 

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„Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzem Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen.“

„Manchmal glaube ich, es lebt.“

Klappentext:

In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten.
Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden.
Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …

(aus der deutschen Ausgabe „Erebos“ Loewe)

Eigene Meinung:

Cover: Das Cover passt zu einem Thriller, so ganz in rot mit dem wissenden Auge. Dennoch find ich, dass es nicht so ganz zum Inhalt passt. Da hätte man treffendere Cover gestalten können.

Inhalt/Geschichte: Ich war relativ unvoreingenommen. Zufällig bin ich auf die Leserunde gestoßen und dachte von der Autorin hast du jetzt so viel gehört, warum liest du jetzt nicht einfach mal mit. Und es hat mich überzeugt. Manches erinnert an „Die Welle“, manches an „Emil und die Detektive“. Dass Spiele süchtig machen können, wissen wir auch spätestens seit „World Of Warcraft“. Ich fand die Idee mit dem Spiel, das eine so gute KI hat, dass es selbst das reale Leben beeinflussen kann sehr gelungen. Wie weit sind wir denn wirklich davon entfernt? Ich persönlich halte das für nicht allzu ferne Zukunftsmusik. Irgendwie beängstigend ist das schon. Und so fiel es mir leicht, die Verschmelzung von Sarius und Nick zu verfolgen. Es war spannend geschrieben, wenn es auch zwischenzeitlich seine Längen hatte. Spätestens im letzten Viertel konnte es dann wieder voll überzeugen. Es gab überraschende und weniger überraschende Wendungen und schließlich auch noch eine kleine bittersüße Liebesgeschichte. Also, was braucht es mehr? Würde sich sicher auch gut als Verfilmung machen.

Charaktere: Ich fand die Charaktere überwiegend sympathisch. Nick zieht uns in das Spiel hinein. Er lässt uns die Sucht miterleben. Dann haben wir noch Victor, der „Erwachsene“, der den Kindern hilft aus diesem Spiel wieder heraus zu kommen. Und natürlich Emily, für die Nick so schwärmt. Alles in allem sind die Charaketere sehr kindlich, was aber zum Zielpublikum des Buches passt.

Stil/Gliederung: Es kommt zu einer Vermischung von Nick und seinem Charakter Sarius. Schließlich erfolgt kein Perspektivwechsel mehr und „Sarius“ denkt und fühlt als wäre er real. Für manche mag das unrealistisch oder irritierend sein, ich fand es passend um diese Verschmelzung und den Suchtcharakter des Spieles dem Leser zu verdeutlichen.

Fazit:

Ein gelungener Jugendthriller, spannend geschrieben. Es hat reale Elemente in Form eines süchtig machenden Computerspiels. Denn, wo sitzen denn heutige Jugendliche die meiste Zeit dran den ganzen Tag? Wohl doch am Handy oder Computer. Zwischenzeitlich hatte es so seine Längen, aber insgesamt war es wirklich lesenswert. Mal sehen, ob ih mich jetzt auch noch an die Eleria-Trilogie rantraue.

Autor:

Ursula Poznanski

– geb. 30.10.1968 in Wien
– Studium in Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften
– ab 1996 arbeitete sie als Medizinjournalistin
– ein Sohn
– weitere Werke:
Eleria-Trilogie
Saeculum


8 von 10 Punkten

 

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