Buch Review John Greens „Looking For Alaska“

  John Green – „Looking For Alaska“

Autor: John Green
Titel: Looking For Alaska
Seiten: 221
Erscheinungsdatum: 31.05.2012
Sprache: englisch
ASIN: B0084WTGII (Kindle eBook)
Amazon-Link: Looking For Alaska

 

 

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„What is an „instant“ death anyway? How long is an instant? Is it one second? Ten? The pain of those seconds must have been awful as her heart burst and her lungs collapsed and there was no air and no blood to her brain and only raw panic. What the hell is instant? Nothing is instant. Instant rice takes five minutes, instant pudding an hour. I doubt that an instant of blinding pain feels particularly instantaneous.“

„If only we could see the endless string of consequences that result from our smallest actions. But we can’t know better until knowing better is useless.“

Klappentext:

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.

(aus der deutschen Ausgabe „Eine wie Alaska“ dtv)

Eigene Meinung:

Cover: Die neuen Cover der Green-Bücher haben alle ein einheitliches Design. Etwas verspielt passend zu einem Jugendbuch und dennoch sehr ansprechend.

Inhalt/Geschichte: Das ist er also:John Greens Debutroman. Bisher hab ich nur „The Fault In Our Stars“ gelesen, was zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist. Aber überzeugt mich nun auch dieses?

Wie auch in „The Fault in Our Stars“ gibt es hier ein zwiespältiges Thema. Es zu verraten, würde bedeuten zu spoilern. Doch ich möchte dennoch etwas dazu sagen. Wer nicht gespoilert werden will, muss nach der Spoilerwarnung weiterlesen. Deshalb Spoiler-Warnung-Anfang: Dieses Mal ist es nicht eine Krebspatientin, die uns rührt und aufwühlt. Dieses Mal konfrontiert uns John Green mit dem Thema Selbstmord. Wie geht man damit um. Mit dem Gefühl der Schuld, wenn sich jemand umbringt oder durch einen Unfall in den Tod geht. Jemand, den man gut kannte und wo man das Gefühl hat, man hätte es verhindern können. Ich hab das einmal indirekt miterlebt. Damals hat sich derjenige veruscht bei uns telefonisch zu verabschieden. Nicht jeden hat er erreicht. Was tut man mit dieser Last? Was wäre gewesen, wenn er mich erreicht hätte? Hätte ich es verhindern können? Das ist nicht leicht. Und es ist ein Schock, den man nicht in Worte fassen kann. Am Ende scheint es hier letzlich ja doch nur ein Unfall gewesen zu sein, dennoch behandelt es solche Fragen. Ende-Spoiler-Warnung. Dies alles geschieht im Rahmen einer Internatsgeschichte. Ich fands wie immer sehr kurzweilig. Ganz so gerührt wie „The Fault In Our Stars“ hat es mich dabei nicht. Die Geschichte wird aber gut aufgebaut. Man fragt sich die ganze Zeit, wohin führt der Countdown der Tage? Und was ist danach? So bleibt es immer spannend. Auf jeden Fall aber wieder lesenswert. Regt vielleicht manchen Jugendlichen zum Nachdenken an. Man sollte seine Mitmenschen mehr wahrnehmen, ihnen Raum geben und sie wirklich „sehen“. Nicht nur oberflächlich, sondern man sollte ihnen ein „Zuhause“ geben, in dem sie reden können. Heute sind viele Freundschaften sehr oberflächlich. Auch facebook sei dank, aber es ist eben wichtig auch wirklich Freund zu sein.

Charaktere: Die Charaktere überzeugen erneut. Ob es nun Miles ist oder Alaska und die ganze Clique. Sie sind authentisch, skuril, witzig. Ich konnte mich mit allen gut idendifizieren. Es waren nicht die „coolen“ Jungs, sondern Jugendliche wie du und ich. Und das macht es so besondern. Deshalb spricht John Green seinen Lesern aus dem Herzen.

Stil/Gliederung: Es gibt einen Abschnitt „davor“ und einen „danach“. Somit gibt es einen emotionalen Höhepunkt, der mitten im Buch ist. Dennoch bleibt es spannend. Denn es gibt danach noch Klärungsbedarf,

Fazit:

Für mich war „The Fault In Our Stars“ noch besser. Das Buch hab ich regelrecht verschlungen. Dennoch ist auch das Buch wieder voller wahrer Themen, mit Denkanstößen, die für einen Jugendlichen vielleicht gar nicht so schlecht sind. Dabei hat er wieder Charaktere hervorgebracht, die so authentisch sind, dass man sie nur mögen kann. Also eine absolute Leseempfehlung, auch für Erwachsene.

Autor:

John Green

– geb. 24.08.1977 in Indianapolis, USA
– studierte Englisch und Vergleichende Religionswissenschaften am Kenyon College
– verheiratet, zwei Kinder
– weitere Werke:
The Fault In Our Stars

Papertown
Will Grayson, Will Grayson


8 von 10 Punkten

Ein Gedanke zu „Buch Review John Greens „Looking For Alaska“

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