Buch Review Martina Riemers „Essenz der Götter“ – Romanze mit griechischer Mythologie

  Martina Riemer – „Essenz der Götter“

Autor: Martina Riemer
Titel: Essenz der Götter I
Reihe: Essenz der Götter, Teil 1 von2
Seiten: 430
Erscheinungsdatum: 07.11.2014
Sprache: deutsch
ASIN: B00O8NIGRY (Kindle eBook)
Amazon-Link: Essenz der Götter I

 

 

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„Sie hebt eine Augenbraue. »So eingebildet kenn‘ ich dich gar nicht.« Ein Grinsen entlockt sich seiner Miene, aber er zuckt die Schultern. »Ich bin im Stillen selbstverliebt.«“

„Einen Moment spricht niemand. Stille schwebt durch die Luft wie ein fauliger Gestank, der in Loreen einen Brechreiz auszulösen droht. Slash springt auf und für einen Sekundenbruchteil kann Loreen wieder atmen. Doch dann hört sie ihn »Ja, das tue ich.« antworten. Hinter ihr läuft er stürmisch vorbei, nimmt auf dem Weg ihr Herz mit, verlässt das Gebäude und zerschmettert es unachtsam am Ausgang, als die schwere Tür ins Schloss kracht.“

Klappentext:

Loreen hat nach dem Tod ihrer Eltern alles verloren. Sie wird aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen, von ihrem Freund getrennt und in ein Waisenhaus gesteckt. Seitdem lässt das rebellische Mädchen mit den violetten Haaren niemanden mehr an sich heran. Bis sie Menschen begegnet, die so anders sind, wie sie selbst sich schon immer gefühlt hat. Zu ihnen gehört auch der geheimnisvolle und schweigsame Krieger Slash. Von ihm erfährt sie, dass sie direkt von den Göttern abstammt und eine besondere Gabe hat, welche für einen seit Jahrtausenden geführten Krieg gebraucht wird. Zuerst versucht sie, vor ihrer Bestimmung zu fliehen, doch dann erkennt Loreen, dass sie sich ihrem Schicksal stellen muss. Es könnte nur mittlerweile zu spät dafür sein… Dies ist der erste Band der »Essenz der Götter«-Reihe. Der zweite Band erscheint im Herbst 2015.

(aus der deutschen Ausgabe „Essenz der Götter I“ impress Verlag)

Eigene Meinung:

Cover: Auch ein Cover, das mich sofort anspricht. Auffällig mit seinen goldenen und gelben Farben. Es zeigt Loreen mit ihren langen Haaren. Zusätzlich noch etwas Glitzer drumrum. Einfach gelungen.

Inhalt/Geschichte: Der Titel suggeriert, dass es sich hierbei um eine Fantasy-Geschichte handelt. Im Grunde ist es aber dann doch eine romantische Geschichte mit mystischen Elementen, was mich wenig stört, da ich romantische Geschichten liebe. Die griechische Mythologie interessiert mich hingegen nicht ganz so sehr. Ägypten ja, Griechenland nicht so sehr. Deshalb hat mich das nicht gestört und die mythologischen Elemente, die es dann gab, waren mir ausreichend. Ansonsten war es interessant, wie uns langsam die Figuren vorgestellt und die Welt aufgebaut wurde. Im Mittelteil gab es dann aufgrund des romantischen Hin und Her ein paar Längen. Das letzte Drittel des Buches war dann aber wieder so spannend, dass man es nicht weglegen wollte. Und am Ende gab es dann auch noch einen fiesen Cliffhanger, der mich ungeduldig auf den nächsten Teil warten lässt.

Nur eine Sache hat mich wieder gestört. Dies ist eine deutschsprachige Autorin, die in Österreich wohnt. Die Handlung spielt aber mal wieder in den USA. Warum können solche Fantasy-Romane nicht auch mal im deutschsprachigen Raum spielen. Das scheint irgendwie immer zu uncool zu sein.

Charaktere: Loreen ist zunächst ein „normales“ Mädchen, das allerdings durch den Tod ihrer Eltern einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten muss. Dadurch kommt sie in ein Jugendheim und muss umziehen, was auch bedeutet weg von ihrem Freund Jamie. Dort im Jugendheim trifft sie das erste Mal auf Slash und seine Freunde. Diese erste Begegnung bleibt folgenschwer. Zu dem Zeitpunkt ist sie noch sehr deprimiert, zurückhaltend und in sich gekehrt. Jahre später und im Lauf der Geschichte wird sie selbstbewusster und stärker in jeder Hinsicht. Loreen war mir dennoch nie ganz sympathisch, was schwierig ist, da sie die Hauptfigur ist. Sie ist okay, aber eben nicht so wie eine Freundin, mit der man sich richtig identifizieren kann.

Slash. Nungut, Slash, der ist mal ganz anders als andere männliche Hauptfiguren. Sicherlich kein Klischee. Eine gebrochene Seele auf jeden Fall. Den hätte ich gern aus dem Buch rausgenommen und für mich beansprucht. Und so konnte für mich auch die Liebesbeziehung funktionieren, obwohl Loreen mich nicht ganz überzeugte. Aber sich nicht für jeden Geschmack.

Zusätzlich gibt es mit Sky und Pure und vielen anderen auch gute, witzige und sympathische Nebenfiguren.

Stil/Gliederung: Die Kapitellänge ist noch ganz angenehm. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vor allem aber aus Loreens und Slash‘ Sicht, was mir gefallen hat. Ich mag Geschichten mit Perspektivwechsel sehr gern. Die Sprache war dabei sehr angenehm und blumig ohne es zu übertreiben.

Fazit:

Insgesamt ist dies ein guter Auftakt in eine Dilogie, bei der mich insbesondere die weibliche Hauptfigur nicht ganz überzeugen konnte, die aber dennoch gespickt war mit Humor, romantischen Momenten und Spannung. Besonders das Ende kann dann überzeugen und macht neugierig auf den zweiten Teil, der leider erst nächsten Herbst erscheinen wird. Aber ich freu mich drauf. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Autor:

Martina Riemer

– geb. 1985 in den Niederösterreich
– zur Zeit noch tätig als Sachbearbeiterin
– lebt zur Zeit in Wien, verheiratet
– arbeitet derzeit an ihrem dritten Buch (erscheint 2015)
– weitere Werke:
Glasgow RAIN
The Road to Hallelujah (The Road, #1) –> noch Arbeitstitel, vorauss. 2015


7 von 10 Punkten

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