Buch Review E.L. James‘ „Fifty Shades of Grey“ (#1 Fifty Shades) – Kurzweilig

E.L. James – „Fifty Shades of Grey“

Autor: E.L. James
Titel: Fifty Shades of Grey
Reihe: Fifty Shades, Teil 1 von 3
Seiten: 514
Erscheinungsdatum: 19.03.2012
Sprache: englisch
ASIN: B007L3BMGA (Kindle eBook)
Amazon-Link: Fifty Shades of Grey

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„- „Why don’t you like to be touched?“
– „Because I’m fifty shades of fucked-up, Anastasia“

„Sometimes I wonder if there’s something wrong with me. Perhaps I’ve spent too long in the company of my literary romantic heroes, and consequently my ideals and expectations are far too high.“

Inhalt/Klappentext:

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. Sosehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …

(aus der deutschen Ausgabe „Fifty Shades of Grey:Geheimes Verlangen“ Goldmann)

Eigene Meinung:

Cover: Das ist nicht das Original-Cover, sondern das vom Movie Tie-in mit den Protagonisten des Filmes. Und es ist sehr sinnlich. So stelle ich mir die Figuren auch vor, nachdem ich das Buch gelesen habe. Also eindeutig ein sehr treffendes und ansprechendes Cover.

Inhalt/Geschichte:  Ich habe mich sehr lange vor diesem Buch gedrückt. Bisher hab ich aus dem Genre Erotik eigentlich nie etwas gelesen. Doch die Bücher von Jessica Sorensen haben mich zumindest in das Genre Romance eingeführt und die Sexszenen dort sind für meine bisherigen Leseerfahrungen auch schon echt heftig. Doch SM war auch für mich Neuland. Nachdem ich so viel Schlechtes über diese Bücher gelesen habe: Von wegen „schlechter Schreibstil, billig, unglaubwürdig. Was für prüde Hausfrauen.“, hab ich mich nicht rangewagt. Doch nachdem jetzt der Film in die Kinos kommt, wurde ich dann doch neugierig, was sich hinter diesem Bestseller verbirgt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Zum Schreibstil unter mehr, aber zum Inhalt kann ich nur sagen: ganz normale Liebesgeschichte mit viel Sex- und SM-Szenen. Im Grunde wird auch hier nur mit Wasser gekocht. Schüchternes, naives und unschuldiges Mädchen trifft selbstbewussten und ziemlich emotional verkorksten, aber sexuell erfahrenen Mann. Sie verliebt sich in ihn, er auch, aber kann es nicht so zeigen. Beide scheinen nicht zusammenzupassen. Beides irgendwie Motive, die man in jedem Schnulzenroman findet. Und dann das Skandalöse: die Sexszenen! Also ich muss sagen, mich konnten die nicht wirklich er- bzw. anregen und was sie auf keinen Fall waren, war skandalös. Da hat Sorensen mehr ausgelöst bei mir. Einfach weil es leidenschaftlich und romantisch war. Die Romantik fehlt hier ein wenig. Aber schockierend fand ich die Szenen nun auch wieder nicht. Die SM-Elemente gingen noch. Einige der Sexszenen waren nicht mal allzu ungewöhnlich auch für „normale“ Haushalte. Was mir aber viel mehr gefallen hat, waren die eMail-Kontakte zwischen den beiden: witzig, originell, schlagfertig. Da kam auch etwas Romantik auf. Das waren die Momente, wo es zwischen den beiden geklickt hat. Und schließlich war es auch das, was mich das Buch hat schnell weglesen lassen. Zwischen den Hauptfiguren knistert es. Sie sind verliebt und ich will einfach wissen, ob es Christian hinkriegt, sich mehr auf ein „normales“ Liebesleben mit Ana einzulassen. ich will wissen, was hinter seinem verhalten steckt.

Charaktere: Ich finde Christian Grey schon irgendwie faszinierend. Ich frage mich genauso wie Ana: was hat ihn so verkorkst? Er ist sinnlich, kann romantisch sein und dann wieder grob und mysteriös, verschlossen.

Und dann Ana. Die ist mir ein wenig zu schüchtern und tollpatschig. Etwas unglaubwürdig, dass sich ein angeblich so schöner Mensch, der im Innern eigentlich doch recht schlagfertig ist, am Ende so unsicher ist. Dennoch kann ich mich gut mit ihr identifizieren. Bin auch sehr tollpatschig :-).

Stil/Gliederung: Sicher es gibt ein paar Schwachstellen. Mich nervte die häufigen Bemerkungen zu „My inner Goddes“ and „my conscience“. Vor allem „The Inner Goddes“  hat eindeutig zu viel Freiraum bekommen Das hätte es nicht gebraucht. Ansonsten ist James sicher keine Jane Austen, aber es liest sich schnell und flüssig durch. 

Fazit:

Muss man nicht gelesen haben, ist aber kurzweilig. Alles in allem ist es auch nur eine Liebesgeschichte mit Sex-/SM-Elementen. Und nun bin ich neugierig. Wird es Christian schaffen, sich Ana zu öffnen. Werden wir erfahren, warum er so ist? Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen. Und nein, nicht wegen der Sexszenen. Die haben mich nicht wirklich berührt. Nein wegen der Beziehung zwischen den beiden.

Handlung: 8/10
Charaktere: 8/10
Schreibstil: 6/10
Spannung: 7/10

Gesamt: 7 von 10 Punkten

Autor:

E.L. James

– geb. 07.03.1963 in London
– heißt eigentlich Erika Leonard
– arbeitete als Produktionsleiterin einer Fernsehproduktionsfirma
– zwei Söhne
– weitere Werke:
zwei weitere Teile in der Fifty Shades Reihe


5 Gedanken zu „Buch Review E.L. James‘ „Fifty Shades of Grey“ (#1 Fifty Shades) – Kurzweilig

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