Buch Review Holly Seddons „Try Not to Breathe“ – Atem angehalten, weiter lesen..,

Holly Seddons „Try Not to Breathe“

Autor: Holly Seddon
Titel: Try Not to Breathe
Seiten: 369
Erscheinungsdatum: 07.01.2016
Sprache: englisch
ASIN: B0163755JE (Kindle eBook)
Deutscher Titel: Locked in: Wach auf, wenn du kannst (Heyne)
Amazon-Link: Try Not to Breathe

 

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„Fear was the undercurrent, always threatening to whip his legs from under him. Fear was a secondary heartbeat only he could hear, that could get so quiet it was almost imperceptible, or so loud it drowned everything else out.“

„When I woke up this time, the dream was still hanging around me, caught in my sheets and my hair.“

Klappentext:

Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.

Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?

(deutsche Ausgabe „Locked in: Wach auf, wenn du kannst“ Heyne Verlag)

Kritik:

Cover: Ein Mädchen auf der Seite. Blaue Augen, blaue Schrift. Leerer Blick. Mir gefällt es.

Eindrücke/Inhalt: Die Geschichte ist komplex und wird aus Sicht von Amy, dem Opfer. Alex, der Journalistin. Und Jacob, dem Freund erzählt. Dabei gibt es auch noch Zeitenwechsel. Dadurch wird die Wahrheitsfindung sehr komplex. Jede Figur bekommt ihren Raum. Dennoch verliert die Autorin die Geschichte nie aus den Augen und kommt immer rechtzeitig zurück zum Punkt. Ohne explizite Gewalt schafft sie hier einen Nervenkitzel zu erzeugen, so dass man immer weiter lesen will, um der neuesten Fährte zu folgen, die Alex aufgetan hat. Nebenbei leidet man mit den „kleinen“ täglichen Dramen der Hauptfiguren mit. Ich war einerseits froh, andererseits auch enttäuscht, als das Buch zu Ende war. Ich hatte schon Mitte des Buches eine Ahnung, wurde aber von Mrs. Seddon geschickt noch mal abgelenkt.

Charaktere: Hauptfigur ist Alex. Alkoholikerin, Versagerin, ehemals grandiose Journalistin. Mit dem Fall Amy nimmt sie ihr Leben wieder auf, nimmt Amy als Anlass wieder auf die Beine zu kommen. Alex ist wie so häufig in Thrillern von weiblichen Autoren die Anti-Heldin. Nichts ist perfekt an ihr und dennoch ist sie uns sofort sympathisch.

Dann ist da natürlich noch Amy – das Opfer. Ihre Geschichte, ihr Schicksal versuchen wir zu ergründen. Naive, junge Amy. Für immer jung. Ihre Konfusion, ihr Stillstand im gestern berührt und wird von der Autorin sehr gut eingefangen,

Zu gutersetzt Jacob, der Freund. Die tragische Figur neben Amy. Ihn verfolgt die Vergangenheit noch sein ganzes Leben. Er kann nicht loslassen, vermisst Amy. Jacob ist einerseits der Freund, den man haben möchte. Einer, der einen nicht vergisst, der zu einem steht. Gleichzeitig zu schwach, sich seinen Dämonen zu stellen. Zu schwach seiner Frau die Wahrheit zu sagen. Er ist zwiegespalten. Aber auch er ist eben vielschichtig.

Figuren sind auf jeden Fall eine Stärke der Autorin. Ich hab mich allen verbunden gefunden. Von den drei Hauptfiguren bis zu den Nebenschauplätzen. 

Stil/Gliederung: Kurze Kapitel. Perspektivwechsel zwischen Jacob, Amy und Alex. Immer dritte Person, aber dennoch sehr persönlich. Zeitsprünge. Ziemlich komplex, aber dennoch ein einfaches Lesevergnügen. Ein Pageturner.

Fazit:

Wieder ein grandioses Debüt. Damit reiht sich Holly Seedon ein in die Riege mit Fiona Barton und Paula Hawkins. Spannend, faszinierende und sympathische Figuren mit ihren kleinen und größeren Fehlern. Ich bin gespannt auf ihr nächstes Buch. Kann es nur empfehlen.

Handlung: 8/10
Charaktere: 9/10
Schreibstil: 8/10
Spannung: 9/10

Gesamt: 9 von 10 Punkten

Autor:

Holly Seddon

– geboren in England
– Arbeit seit 15 Jahren als Journalistin
– „Try Not To Breathe“ ist ihr Debutroman
– lebt in Amsterdam mit ihrem Mann und ihren vier Kindern
– weitere Werke:
bisher keine

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